0:13

Hallo zu dieser nächsten Ausgabe vom Vlog des DCH. Ich darf euch ein paar Impulse und Ideen mitgeben zum Pausenmanagement bei Online-Meetings.

0:23

Vermutlich kennt es jeder von euch, jede von euch, dass man angesichts dieser ganzen Online-Meetings sehr müde wird. Und es hat sich sogar schon ein Begriff dafür etabliert, nämlich die Zoom-Fatigue.

0:37

Das wird auf verschiedene Gründe zurückgeführt. Zum Beispiel auf die hohe Dichte, die Taktung der Online-Meetings

0:45

Man fühlt sich ständig beobachtet. Man sieht sich ständig auch selbst.

0:51

Und man wird natürlich auch leichter abgelenkt durch Eingebundensein in den häuslichen Kontext, durch die Familie, durch Mails, durch Smartphone und so weiter.

1:02

Und das kann alles dazu führen, dass wir uns müde und erschöpft fühlen wenn wir Online-Meetings haben.

1:06

Deswegen ist es wichtig, sich mit den Pausen auseinanderzusetzen.

1:11

Ganz generell gilt, dass man alle 45 bis 60 Minuten eine Pause einlegen sollte.

1:22

Die kann dann auch 5 Minuten lang sein. So sollte sie mindestens sein.

1:26

Aber umso länger natürlich desto besser. Dass die Leute sich erholen können.

1:32

Und bei längeren Meetings, die dann vielleicht auch einen halben Tag oder einen Tag gehen, da gilt es dann wirklich auch längere Phasen einzubauen

1:40

in denen die Teilnehmenden nicht im Meeting unmittelbar eingebunden sind.

1:50

Ganz allgemein fand ich den Gedanken ganz interessant, dass nämlich in den virtuellen Meetings die sogenannten Austausch- und Pausenzeiten auseinanderfallen.

2:07

Daher wird empfohlen die Pausen aufzurunden. Was ist damit gemeint?

2:11

Wenn wir uns vor Ort treffen, dann gehen wir in der Pause meistens dann geminsam Kaffee holen

2:19

Wir gehen gemeinsam vielleicht kurz vor die Tür, vor allem die Raucher:innen treffen sich dann dort um kommen ins Gespräch

2:27

Man geht gemeinsam auf Toilette und unterhält sich auf dem Weg noch kurz

2:32

Man hat also sozusagen eine informelle Austauschzeit und eine Pausenzeit die kombiniert wird.

2:40

Im virtuellen Meeting fällt das jetzt ein stückweit auseinander, weil wir zu der Bedürfnisbefriedigung

2:47

ja vom Computer aufstehen müssen und insofern dann keinen Austausch pflegen,

2:51

sondern jede:r ist dann für sich in seinem bzw. ihrem häuslichen Kontext oder auch im Büro, wo auch immer er oder sie sich dann aufhält.

2:59

deswegen, zum einen, sollte man die Pausen aufrunden

3:05

also tendenziell längere Pausen geben als es vor Ort der Fall wäre.

3:10

und zum anderen dann auch explizit anleiten und die Pause dann möglicherweise teilen

3:15

nämlich zu sagen es gibt jetzt eine Pause in der jeder, jede aufstehen soll und sich um Essen, Trinken, Toilette und so weiter kümmern soll.

3:25

also diese "richtige" Pause machen. Und gleichzeitig dann noch Raum einzuplanen

3:32

der explizit für den informellen Austausch genutzt werden kann.

3:38

Also hier dem auch Raum zu geben im Virtuellen.

3:47

Das führt auch so ein bisschen zu der nächsten Folie "Wie gestalte ich die Pausenzeiten?"

3:53

Es gilt sicherlich das konkret anzuleiten. Die Pausen zu rahmen.

3:58

Wozu dient sie? Wie lange haben wir Pause?

4:02

Bestenfalls diese Pausenzeiten auch sichtbar zu kommunizieren. In den Chat schreiben.

4:08

Oder direkt auch in die Bildschirmpräsentation zu integrieren, die Zeit ab der es dann weiter geht.

4:15

An manchen Orten wird auch empfohlen dass man Musik abspielen kann

4:17

oder eine Art pausenhaften Hintergrund einblenden kann. Und sobald dann die Musik nicht mehr spielt

4:27

oder der Hintergrund wechselt hat das wie auch nochmal auf einer anderen Ebene Signalwirkung, dass die Pause zu Ende ist

4:35

Bei vor allem längeren Meetings wird es auch empfohlen noch kurze Sequenzen einzubauen, die zur Bewegung anleiten

4:43

oder zumindest dann die Aufforderung mitzugeben, dass die Teilnehmenden sich doch kurz auch bewegen sollen.

4:51

Und nicht einfach in der Pause dazu übergehen sollen andere Arbeiten am Computer zu erledigen.

4:56

Und auch ganz wichtig und nicht zu vergessen: selber eine Pause zu machen.

5:07

Ein weiteres Phänomen, welches man berücksichtigen sollte, ist sicherlich die Rückbindung an die Gruppe.

5:13

Gerade weil das Pausenbedürfnis dann doch individuell ausfällt und es im virtuellen Raum vielleicht nicht so leicht ist

5:21

das Gespür für die Gruppe zu haben. Hinweise zu lesen, die auf das Pausenbedürfnis hindeuten

5:31

deswegen müsste man hier, so die Empfehlung, aktiver sich um diese Rückbindung kümmern

5:40

Zum einen die Gruppe zu ermutigen, auch diese Bedürfnisse aktiv einzubringen

5:46

Man könnte einen Pausenbeauftragten, eine Pausenbeauftragte bestimmen, die explizit mit dieser Perspektive

5:53

dann noch am Seminar, am Kurs, an der Veranstaltung teilnimmt

6:00

Was sicher häufig gemacht wird, dass man Kleingruppenarbeiten integriert in die Online-Sitzungen oder die Online-Lehre

6:08

und dass man dort dann die Pausengestaltung in die Eigenverantwortung der Kleingruppe gibt

6:14

und wenn man mehrere Tage oder Kurstage hat mit einer Gruppe, dass man sich dann auch zeitnah, bestenfalls nach der ersten Sitzung

6:24

dann auch ein Feedback abholt zur Pausenregelung. Wie sie es empfunden haben. Ob es andere Bedürfnisse gab oder nicht.

6:35

Ja. Das sind so ein paar Blitzlichter auf das Thema Pausenmanagement, Pausengestaltung.

6:41

Und ich hoffe, dass der ein oder die andere ein bisschen etwas mitnehmen kann. Bis zum nächsten Vlog. Tschüss