Vertonung Paranatur - Bild 1 - Darf sich die Natur alles erlauben?

1, Communis Kulturtag 2020, EigenARTen – Diversity im Spiegel der Kunst

Darf sich die Natur alles erlauben?

Das vielgestaltige Reich der Para-Pflanzen – generiert aus Alltagsobjekten, eingefügt in die Natur – schafft in einem fantastischen Biotop diverse audiovisuelle Projektionsflächen. Diese lassen über Kräfteverhältnisse und Kommunikationsprozesse einer gefährdeten Diversität im Pflanzenreich wie auch über Artenvielfalt in der Gesellschaft nachdenken.

Bilder der Paranatur werden mit Klängen unterlegt, poetische Textcluster bieten Anlass, sich Fragen zu stellen: Welche Habitate werden von wem lautstark in Besitz genommen, was verschwindet sang- und klanglos? Was hätten die Mauerblümchen dazu zu sagen? Wer nimmt am meisten Platz ein?

Das Projekt ergründet, ausgehend von einem grösseren Forschungsinteresse, wie Kunst und Bildung für Nachhaltige Entwicklung exemplarisch zusammengebracht werden können. Samuel Marti, Musikvermittler, experimentiert mit Klängen und Tönen, die in einem besonderen technischen Verfahren dem Erdreich oder den Pflanzen entnommen, nachempfunden und verfremdet werden. Andrina Jörg, bildende Künstlerin und Kunstvermittlerin, stellt Bilder auf der Grenze von Natur und Konsum/Kultur zur Debatte. Corinne Vez und Julia Niederhauser bringen poetische Fragen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit eines gemeinsamen Zusammenlebens unter verschiedenen Bedingungen ein. Besuchende werden die Möglichkeit haben, sich mit kreativen Mitteln (Bandlab und interaktives Textcluster) aktiv am vielstimmigen Diskurs zu beteiligen.

Der Beitrag basiert auf dem Forschungsprojekt «Reallabor: BNE und Kunstvermittlung im (Schul-)Garten» (Arbeitstitel) und ist im Rahmen des Communis-Kulturtages 2020 der PH FHNW entstanden.

Involvierte Professuren:

Professur für Kulturvermittlung und Theaterpädagogik

Professur für Bildungstheorien und Interdisziplinärer Unterricht

Professur für Didaktik des Sachunterrichts

beteiligt: Andrina Jörg, Samuel Marti, Julia Niederhauser, Corinne Vez und die Studierenden: Daniela Lüscher, Sabrina Gräub und Simone Fröhli