The Fundamentals – Protestantische Bestimmung christlicher Fundamente in den USA

Universitätskommunikation

Vortrag von Prof. Dr. Michael Hochgeschwender (Universität München), vom 26. Mai 2021, Abschluss der Ringvorlesung «Zwischen Erneuerung und Widerstand», zugleich Auftakt der Tagung «Reibungsgewinne – Was Religionen aus den Zumutungen der Moderne machen», anschliessend Diskussion. 

Um 1910 setzte in den USA eine Bewegung ein, die sich dezidiert von der deutschen liberalen Theologie und der historisch-kritischen Bibelexegese absetzte, der Fundamentalismus. Ursprünglich elitär-akademisch ausgerichtet, verband sich der Fundamentalismus früh mit dem evangelikalen Erweckungschristentum und prägte auf diese Weise die theologische Reflexion auf die Moderne in den Vereinigten Staaten bis zum heutigen Tag. In dem Vortrag geht es um die zentralen Entstehungsbedingungen und Inhalte, aber auch um die politisch-gesellschaftliche Wirksamkeit des Fundamentalismus.