2021-11-09 Die digitale Krisenbekämpfung -effektives Mittel oder Einfallstor in die Freiheitsrechte

Veranstaltungsreihe Kompetenzzentrum Menschenrechte (MRZ)

Digitale Hilfsmittel sind in der heutigen Krisenbewältigung nicht mehr wegzudenken. Mit der Corona-App werden Personen informiert, welche sich längere Zeit in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben und der Datenaustausch mit anderen Ländern trägt dazu bei, Informationen über Viren, Impfungen oder Medikamente zu sammeln. Auch sonst sind digitale Hilfsmittel fester Bestandteil im Gesundheitswesen: Beispielsweise Apps, welche aufgrund der eingegebenen Symptome Krankheiten feststellen können oder Video-Sprechstunden, die eine ärztliche Betreuung in abgelegenen Gebieten ermöglichen. Zugleich nimmt die Sorge zu, dass uns die Digitalisierung des Gesundheitswesens zu gläsernen Patientinnen und Patienten macht, unsere Persönlichkeit verletzt oder diskriminierende Auswirkungen hat. 

Über die menschenrechtlichen Chancen und Risiken der Verwendung von digitalen Hilfsmitteln im Kontext von Gesundheitskrisen diskutieren wir gestützt auf Inputreferate von: 

  • Dr. Ursula Jasper (Governance & Policy Lead, Fondation Botnar) 
  • Prof. Dr. Florent Thouvenin (Professor für Informations- und Kommunikationsrecht, Universität Zürich 

Moderation: Prof. Dr. iur. et Dr. med. Kerstin Noëlle Vokinger, LL.M. (Assistenzprofessorin für Öffentliches Recht und Digitalisierung, Gesundheitsrecht und Regulatory Sciences)